Urlaub auf Embudu

Embudu liegt im Süd-Male Atoll, rund 30 Minuten Bootsentfernung vom Flughafen und der Hauptinsel der Malediven entfernt. Aufgrund des verhältnismäßig günstigen Preises, der geringen Größe und fehlender Komfortausstattung wie Swimmingpool, Spa, Fitnessraum etc. gilt Embudu nach wie vor als ideale Einsteiger-Insel für Maledivenneulinge, die Wert auf Ursprünglichkeit und Robinson-Feeling legen.

Die Insel ist mit rund 300 x 180 m noch relativ klein, allerdings mit über 120 Zimmern in Reihenbungalows und 2-stöckigen Gebäuden plus Wasserbungalows in der Lagune doch sehr dicht bebaut. Da sich tagsüber aber viele Gäste beim Tauchen oder Schnorcheln befinden, wirkt die Insel glücklicherweise nicht so überfüllt, abends am Buffet merkt man die große Gästezahl aber doch deutlich.

Wir hatten einen Reihenbungalow gebucht, der nur mit viel gutem Willen noch als 3-Sterne Standard bezeichnet werden konnte. Karg möbliert, ultralaute Klimaanlage und auch die auf den Malediven so typische Außendusche suchte man hier vergeblich. Aber wer hält sich auf solch traumhaften Inseln schon außer zum Schlafen im Zimmer auf? Wenn wir vom Schnorcheln oder Sonnenbaden zurück kamen, waren wir meistens auf der Terrasse und genossen die herrliche Aussicht durch die Pandanusbäume auf das Meer.

Ebenfalls nachteilig empfanden wir, dass es keine richtigen verstellbaren Liegestühle gibt, sondern nur so eine Art Plastikwippen oder Liegeschalen, die zwar zum Lesen und Relaxen ganz angenehm sind, aber beispielsweise kein flaches Liegen auf Bauch oder Rücken zulassen.

Der Strand generell ist auf der Seite, auf der die meisten Reihenbungalows stehen und an der nördlichen Landzunge sehr schön, puderzuckerweiß und aus herrlich feinem Sand bestehend. Auf der Seite, auf der die Wasserbungalows stehen und die Tauchschule untergebracht ist, war der Strand bei unserem Besuch schon sehr abgetragen und bestand fast nur aus Korallengestein. Wer hier in einem der wenigen Bungalows untergebracht ist, hat wirklich Pech gehabt. Direkter Strandzugang vom Zimmer aus ist hier kaum möglich, außer man legt Wert darauf, mit Badeschuhen über die Korallen zu steigen.

Obwohl auf Embudu auch all-inclusive angeboten wird, haben wir uns für Vollpension entschieden, auch wenn hier die Getränke nicht im Preis inbegriffen waren. Meiner Meinung nach lohnt sich jedoch der satte Aufpreis nur, wenn man viel Bier trinken möchte. Der Hauswein, der im all-inclusive Angebot enthalten war, ist eigentlich kaum genießbar und die meisten Cocktails an der Bar sind extra zu bezahlen.

Im Restaurant selbst, das im Gegensatz zu vielen anderen Maledivenresorts gefliest und nicht mit Sandboden versehen ist, sitzt man immer an 4er Tischen. Seinen Platz bekommt man zu Beginn des Urlaubs zugewiesen und behält ihn auch die ganze Zeit über. Auf diese Weise kann man während seines Aufenthaltes auch immer nette Bekanntschaften schließen.

Insgesamt gesehen ist Embudu sicher eine gute Wahl, wenn man erst einmal preisgünstig den Fischreichtum, den Sand und das Meer der Malediven kennenlernen möchte. Wer dann vom Maledivenfieber gepackt wurde, wird später sicher auf komfortablere Inseln ausweichen.
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