Urlaub auf Angaga

Wenn ich auf die Malediven reise, sind mir vor allem drei Dinge wichtig: Eine relativ kleine, überschaubare Insel mit eigenem Hausriff, kein großer Schnickschnack mit Wellness-Area und Swimmingpool und vor allem Einzelbungalows mit entsprechendem Abstand zum Nachbarn.

All das hat Angaga, die spieleeiförmige Insel im Süd-Ari Atoll, die mit ihren knapp 350 x 150 m Umfang, dem Puderzuckersand und dem türkisblauen Wasser dem Malediventraum schon ziemlich nahe kommt. Der Transfer nach Angaga erfolgt wahlweise mit dem Speedboot oder gegen Aufpreis mit dem Wasserflugzeug. Wir haben uns für den Flugtransfer entschieden und es nicht bereut. Zum einen ist man 20 Minuten später bereits am Anleger, zum anderen ist die Aussicht bei gutem Wetter einfach gigantisch.

Wenn da nicht die Wasserbungalows wären, die auf Stelzen in die Lagune gebaut wurden, man könnte bei der Ankunft fast meinen, man kommt auf eine unbewohnte Insel – so gut sind die kleinen weißen Bungalows zwischen Palmen und anderer Vegetation versteckt.

Auch innen machen die Häuschen einen guten Eindruck, schön in warmen Holztönen eingerichtet und mit allem Nötigen wie Klimaanlage, Kühlschrank, TV und halboffener Außendusche versehen. Auch die große Terrasse mit der maledivischen Schaukel hat uns sehr gut gefallen und war ideal, wenn man den Abend ruhig bei einem Cocktail mit Blick aufs Meer ausklingen lassen wollte. Ebenfalls positiv: Der Abstand der einzelnen Bungalows ist ausreichend, sodass immer eine angemessene Privatsphäre gewährleistet ist.

Auch fand ich die Sauberkeit auf der Insel vorbildlich. Nicht nur die Zimmer wurden täglich gründlich gereinigt, auch der Strand wurde jeden Morgen von den Angestellten gekehrt und von Blättern, Ästen und kleinen Steinchen gesäubert, sodass man den ganzen Urlaub barfuß laufen konnte, ohne Angst haben zu müssen, sich zu verletzen.

Die Form der Insel macht auch das Hausriff von jeder Stelle gut erreichbar. Nach maximal 20 Metern ist man am Riff, das eine relativ geringe Strömung aufweist. Den Fischreichtum empfanden wir als Schnorchler im Vergleich zu anderen Inseln, die wir bisher besucht hatten, nicht so groß. Allerdings haben uns Taucher erzählt, dass die Tauchreviere der Gegend zu den besten der Malediven gehören sollen.

Auch das Essen, das es in Buffetform gab, kann man getrost in die Kategorie „Sehr gut“ einordnen. Es gab immer genügend Auswahl an Fisch-, Fleisch- Hühnchen-, Pasta- und Reisgerichten, die alle etwas asiatisch angehaucht waren und uns hervorragend geschmeckt haben. Auch die Atmosphäre im halboffenen Restaurant an der Lagune mit seinen kleinen 2er Tischen und dem Sandfußboden hat uns sehr gut gefallen. Einmal pro Woche wurden alle Tische und Stühle direkt außen im Sand aufgebaut und es gab ein BBQ mit Fackelbeleuchtung unterm freien Himmel – herrlich!

Für mich gehört Angaga zu den bisher schönsten und ursprünglichsten Malediveninseln, die ich besucht habe. Wer keinen absoluten Luxus braucht und bei derartig kleinen Inseln auch keinen „Inselkoller“ bekommt, sollte Angaga unbedingt in die engere Wahl einbeziehen.
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Malediven Urlaub